DIY Herbstoutfits – meine Schnittmuster Empfehlungen

DIY Herbstoutfits – meine Schnittmuster Empfehlungen

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I love Fall most of all- zumindest bis mir einfällt, dass anschließend die Weihnachtszeit anfängt, die ich mindestens genauso liebe. Wie schön, dass ich in diesem Jahr endlich auch eine Gelegenheit hatte, mich der Jahreszeit an der Nähmaschine zu widmen! Da viele meiner Herbst-Kleidungsstücke schon mehrere Jahre alt sind und den Zenit ihrer Lebensdauer so weit überschritten hatten, dass sie nicht mehr zu retten waren, habe ich dieses Jahr einige neue DIY Herbstoutfits genäht. Ich möchte dir heute den prozess von der Ideenfindung bis zu den fertigen Outfits meiner Herbstgarderobe vorstellen.

DIY Herbstoutfits – Ideen Findung

Nähplaner Vorlage zum Ausdrucken

Seit einigen Jahren versuche ich beim Nähen konsequent in Outfits zu denken. Dieses vorgehen kann ich dir, wenn du viel und gerne nähst, nur empfehlen! Während ich früher oft Einzelstücke hatte, die sich anschließend nur schlecht zu einem Outfit kombinieren ließen, fällt es mir so sehr leicht eine funktionierende Garderobe zu erstellen. Somit startet jedes größere Nähprojekt mit einer Inventur. Hierzu katalogisiere ich in meinem Nähplaner den Inhalt meines Kleiderschranks. In diesem Prozess werden die bestehenden Kleidungsstücke daraufhin untersucht, ob sie noch passen, ihr Zustand noch tragbar ist, oder ob ich Reparaturen zu machen habe. Manche Kleidungsstücke waren inzwischen viele Jahre alt und zeigten irreparablen verschleiß: sie stammen überwiegend aus meinem ersten Jahr ohne Kleidungsshopping. 2016 hatte ich noch wenig Erfahrung mit Stoffen. Somit konnten sich einige Materialien „einschleichen“ deren Qualität weniger gut war.

Am Ende meiner „Inventur“ weiß ich, welche Kleidung bleibt und welche geht. Dann beginnt der spaßige Teil: ich durchstöbere Pinterest und lege mit Boards mit Ideen an. Dieses Jahr waren besonders die Themen „Karostoffe“ und mein Board mit allgemeinen Inspirationen zur Herbstgarderobe für mich wichtig.

Auch bei einem Bummel durch die Stadt und beim Blättern in Nähzeitschriften bekomme ich eine Vorstellung davon, welche Outfits mir gut gefallen könnten. So bekomme ich einen Überblick, welche Stoffe und Schnitte ich brauche. Neben meinen digitalen Pinnwänden erstelle ich im Nähplaner Moodboards mit meinen Ideen, Stoffproben und Ausschnitten aus Zeitschriften und Katalogen.


Von der Idee zum Outfit

Bevor es tatsächlich an die Nähmaschine geht, folgt eine weitere Inventur-Runde: In meinem Stash und bei meinen Schnittmustern. Im Stash habe ich viele Stoffe, die ich für bestimmte Projekte eingeplant, dann aber doch nicht verarbeitet habe. Hinzu kommen die in der Kleiderschrank- Inventur aussortierten Stücke, aus denen ich teilweise, wenn die Stoffe nur partiell verschlissen sind, oder mir ein Kleidungsstück nicht mehr passte oder nicht gefiel, neue Dinge nähe. Oft finden sich solche Materialien in Form von Taschenbeuteln an neuer Kleidung in meinem Schrank wieder.

Die Inventur in meinen Stoffen verbinde ich ebenfalls mit dem Aussortieren von Stoffen, die ich nicht länger in meiner Garderobe „sehe“. Diese stelle ich dann über meinen Flohmarktaccount auf Instagram zum Verkauf. Ich kann dir auch dieses Vorgehen sehr ans Herz legen, da es dabei Hilft den Überblick über Stoffe zu behalten, die du schon hast, dicht davor bewahrt Material doppelt zu kaufen und zugleich dazu beiträgt, dass sich nicht Unmengen von Stoffen sammeln, die du nie wirst vernähen können.

Neben dem Muster „Karo“ legte ich für meine DIY Hebstoutfits 2020 die Farben Rost, Zimt, Ocker, Schwarz, Dunkelblau und Dunkelgrün fest. Außerdem entschied ich mich für Stilbrüche aus groben Stoffen wie Wolle und feinen Materialien wie Viskosejersey, Tencel und Spitze.

Mit dem Überblick über meine Stoffe und meine Schnittmuster konkretisierte sich die Planung: Ein Jumpsuit, den ich schon im Sommer nähen wollte, sollte mit Hilfe eines Rolli-Bodys auch für den Herbst tauglich werden. Da der dafür gekaufte Tencel rostrot ist, konnte ich ihn auch farblich gut in meine Pläne integrieren.

Dunkelblau und Dunkelgrün fanden sich auf einem karierten Wollstoff, der zwar schon zu einem Rock zugeschnitten war, den ich aber vorerst für ein Probestück nehmen konnte. Spitze in Rost und Ecru kaufte ich im Coldewerk.


Die Herausforderung: Kombinierbarkeit untereinander

Zuletzt blieb die Herausforderung die Outfits so zu gestalten, dass die einzelnen Komponenten untereinander kombinierbar sind. Im folgenden Video kannst du dir einige dieser Kombinationen anschauen. Natürlich funktionieren die Stücke auch mit anderen Kleidungsstücken aus meinem Schrank und in anderen Kombinationen untereinander.


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Überblick über die Outfits aus dem Video


Lorina & Irmchen

Schon zu Beginn des Herbstes habe ich den Rock „Lorina“ von Kibadoo und das Stehkragen-Oberteil „feines Irmchen“ von Echt Knorke genäht.

Lorina ist ein Fake Wickelrock, den du in drei Längen nähen kannst. Durch die umlaufende Rüsche wirkt er romantisch-verspielt. Ich liebe Viskosestoffe um den Rock zu nähen und habe mich für die Maxi-Länge entschieden, sodass trotz des dünnen Stoffs eine Art Luftpolster unter dem Rock entsteht, dass die Beine wärmt.

Irmchen ist ein Zeitloses Stehkragen-Oberteil mit Raglannähten. Ich habe den Schnitt bereits aus Rippjersey genäht und hier einen Ajour-Jersey verarbeitet. Beide male musste ich den Pullover nachträglich enger nähen, obwohl ich nach den größen der Tabelle gegangen bin. Allerdings verhalten sich die Stoffe auch beide anders, als ein herkömmlicher Jersey oder Feinstrick.

Beide Stoffe für dieses Outfit habe ich im Coldewerk gekauft.


LaLilly trägt ein DIY Herbstoutfit ausGreta von Kibadoo aus zimtfarbenem Jersey mit geparden Motiv. Dazu eine schwarze Kunstlederjacke und einen schwarzen Bleistiftrock

Greta, Sewera und Luciano

Mein zweites Nähprojekt für den Herbst war ein Mesh-Up aus dem Sewera-Body und dem Shirt Greta von Kibadoo.

Da ich nichts unbequemer finde, als Shirt- und Pulloversäume, die sich im Rock- oder Hosenbund krumpeln, habe ich in diesem Herbst auf Bodys gesetzt. Auch unter Pullovern, die dazu neigen nach oben zu rutschen, finde ich sie praktisch, weil ich nicht so schnell friere.

Kombiniert habe ich den Body mit dem Rock Luciano von Unikatze, den ich schon seit einigen Jahren im Schrank habe, und mit meiner alten Flohmarkt-Kunstlederjacke, die mich seit über 10 Jahren begleitet.

Den Body habe ich aus einem Jersey mit Geparden-Print von Stoffcrew genäht. Luciano ist aus einem Baumwollsatin mit 3% Elasthan und einem eingewebten Muster. Gekauft habe ich diesen, wie die meisten derartigen Stoffe, die ich verarbeite, bei Buttinette.


LaLilly in einem weißen Spitzenbody und dem Dani Pinafore von Seamwork

Lenny (Neenah) und Dani

Mit dem Dani Pinafore von Seamwork habe ich endlich das Karo-Thema aufgegriffen. Dani ist ein Latzkleid mit tiefem V-Ausschnitt. Durch den geschlossenen Rücken und Abnäher in der Taille hat es eine locker der Figur folgende Passform ohne abrutschende Träger.

Lenny (früher neenah) ist eigentlich ein Schnitt für ein Schlauchkleid mit Rollkragen. Ich habe, genau wie bei Greta, ab der Taille das Unterteil des Sewera-Bodys angesetzt. Den Rollkragen habe ich auf halber höhe zugeschnitten und im Nacken etwas schräg abgenäht um in der feinen Spitze den nötigen Stand zu erzeugen. Kombibiert habe ich die beiden Schnitte mit einem Leinen-Jackett von BOSS, das ich von meinem Onkel geerbt habe.

Dani ist mir, obwohl ich die Größe anhand der Tabelle ausgewählt habe, etwas zu locker um die Taille. Daher werde ich in den Seiten und in den Abnähern noch etwas Weite herausnehmen müssen (was bei den perfekt aufeinander treffenden karos mehr als ärgerlich ist). Der Stoff ist ein alter Wollstoff, den ich eigentlich genutzt habe, da diese Dani als Passform-Probe für einen anderen Stoff vorgesehen war.

Die Ecrufarbene Spitze ist aus dem Coldewerk.

lenny von Seamwork als Body

Auch aus der rostfrabenen Spitze habe ich einen Body nach diesem Patternhack genäht. Hier ist der Rollkragen allerdings noch etwas enger und zieht etwas am Ausschnitt. Den rostfarbenen Body kann ich ebenfalls gut mit Dani kombinieren um einen etwas gedeckteren Look zu erzeugen. Mit einer schlichten Bluse darüber passt er außerdem zu Lorina aus dem ersten Outfit.

Um Schnitte von Seamwork günstiger zu bekommen, kann ich dir das Abo des Seamwork-Mag sehr empfehlen. Du bekommst monatlich Credits, die du dann gegen die Schnitte von Seamwork und Colette eintauschen kannst. Hier findest du eine komplette Garderobe zum Selbernähen, und unterschiedliche Passformklassen werden in den Schnittmustern berücksichtigt.


Lalilly mit einem Rock Lola und einem Body aus dem Schnitt Lenny von Seamwork

Lenny & Lola

Einen weiteren Body nach dem „Lenny-Sewera“-Mesh-up prinzip habe ich aus einem zimtfarbenen Viskosejersey mit leo-Print genäht. Dieser Body kann mit all den Kleidungsstücken kombiniert werden, mit denen auch der Greta-Body kombiniert werden kann.

Lola ist ein Bahnenrock mit integrierten Godets, der in Mini, midi oder Vokuhila-Variante genäht werden kann. Durch die Godets bekommt er schnell weite, während er bis zum breitesten Punkt der Hüfte körpernah sitzt.

Ich habe Lola aus einem Crepe-Scuba genäht, einem dünnen Polyester-Stoff mit hoher Elastizität und einer angerauhten Oberfläche, die an Crepe Georgette erinnert.

In Midi kannst du Lola hier sehen und hier in der Vokuhila-Version.


Lenny und Sarah

Für den Jumpsuit ist meine Wahl auf den Jumsuit Sarah aus dem Buch „Kleider, Röcke und Jumpsuits nähen“ von Svenja Novacek gefallen. Für genau diesen Schnitt hatte ich den rostfrarbenen Tencel vorgesehen.

Kombiniert habe ich den ärmellosen Jumpsuit ebenfalls mit Lenny aus ecrufarbener-Spitze. Auch mit dem Rostfarbene. Body kann ich den Jumsuit kombinieren, da die beiden Rost-Töne sich perfekt ergänzen.

Sarah hat einen Tropfenausschnitt im Rücken, der den Ausschnitt so erweitert, dass das Anziehen ohne einen Reißverschluss möglich ist. Dennoch ist der Ausschnitt sehr eng, was das An- und Ausziehen schwierig macht.

Den gewebten Tencel habe ich bei Snaply gekauft.


Jane & Lola

Mein letztes Herbstoutfit habe ich nicht extra für den herbst genäht. Lola kennst du schon aus der Kombination mit dem Leo-Body, das Herrenjacket ist das gleiche wie ich es bereits auf dem Bild mit Dani trage. kombiniert habe ich beides hier mit dem Pullover Jane, den ich nach dem Buch „Alles Jersey Hoodies und Pullis“ von Svenja Morbach genäht habe. Alle Teile auf dem Bild habe ich schon häufiger getragen, die Kombination kam mir aber erst beim Vorbereiten des Videos zu den Outfits in den Sinn. Umso begeisterter bin ich, dass sich trotz gründlicher Kleiderschrank-Inventur noch ein unerwartetes Outfit ergeben hat!


Welches Outfit hat dir am besten gefallen?

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1 Kommentar

  1. Deine Outfits für den Herbst sind alle ganz wunderbar!
    Ich liebe die Farbe deines Jumpsuits <3. Am bestern gefällt mir das Outfit LENNY & DANI.

    Ganz liebe Grüße aus dem Regensburger Nebel!
    Sandra

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