Tasche nähen mit Boden und Blende – Christabelita ist da!

Tasche nähen mit Boden und Blende – Christabelita ist da!

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Wie du weißt habe ich in den letzten Monaten an einigen geheimen Projekten gearbeitet. Eines davon ist mein neues Schnittmuster für die Bowlerbag „Christabelita“, das es seit heute frisch in meinem Shop zu kaufen gibt! Eine Tasche nähen mit Boden ist nicht schwer, aber es bietet einige gestalterische Vorteile gegenüber dem Einnähen eines umlaufenden Streifens. Deswegen möchte ich dir heute nicht nur den Schnitt vorstellen, sondern auch erklären, wie er entstanden ist und was er dir bietet.


Bowlerbag Christabelita – Die Idee

Eine Tasche wie Christabelita stand schon lange auf meiner Liste. Vielleicht kennst du das: Du gehst in den Supermarkt und vor dir steht jemand, dessen Tasche hat eine tolle Vordertasche. Ein paar Tage später siehst du woanders einen griff, der dich auf eine Idee bringt. Schließlich begegnet dir eine Farbe, die das Gedankenkarussell zum kreisen bringt. Und am Ende hast du ein Bild vor Augen, wie deine nächste Tasche aussehen soll. Kommt dir das bekannt vor? Ich skizziere in solchen Momenten direkt die Details, die mir wichtig sind und schreibe sie in Stichworten in mein „Nähnerd-Notizbuch“! So entstehen nach und nach, teils über mehrere Jahre hinweg meine Ideen zu meinen Taschen.

Früher war mein Notizbuch neben den Skizzen der Taschen und den Beschreibungen der Details auch damit gespickt, welche Schnittmuster ich kenne, die zu meiner Vorstellung passen könnten. Mit der Zeit wurden meine Ansprüche an die Übereinstimmung mit dem inneren Bild meiner Tasche jedoch so hoch, dass ich begann meine eigenen Schnitte zu entwerfen.

Die Grundform zu Christabelita besteht in meinem Kopf – und meinem Skizzenheft – seit fast fünf Jahren. Ich hatte damals eine Tasche, die ich unheimlich schön fand. Unheimlich schön, aber unheimlich unpraktisch! Die Grundform wirkte wie ein abgerundetes Trapez- allerdings recht steil. Sie hatte einen Reißverschluss, der fast bis zum Boden ging, innen ein Fach für das Handy und wurde an zwei Handgriffen getragen- so kurz, dass sie tatsächlich nur in der Hand getragen werden konnte- nicht einmal auf dem Unterarm. Durch die steile Form und den tiefen Reißverschluss passte kaum etwas hinein und beim Öffnen fiel immer etwas heraus. Eine Tasche zum Angucken- aber ich wollte eine zum Benutzen!


„Form Follows Function“ – der Weg zur neuen Form


Ein Gebrauchstgegenstand ist, anders als ein Deko-Objekt, immer nur so gut wie er seine Funktion erfüllen kann. Scheitert er im Gebrauch, kann das weder eine gute Materialsauswahl noch eine tolle Grundform ausgleichen. Wenn ich also eine Tasche entwerfe, müssen sich die dekorativen Elemente in die zweite Reihe stellen und ich überlege zuerst, welche Funktion die Tasche erfüllen muss.

Wichtig finde ich, dass in der Tasche genug Platz ist um die wichtigsten Dinge zu verstauen, die man im Alltag bei sich trägt. Meist sind das Handy, Portemonnaie und Schlüssel. Hinzu kommen vielleicht Dinge wie ein Einkaufsbeutel, Taschentücher, Medikamente und etwas zu trinken. Anhand dieser Dinge lege ich die Größe einer Tasche fest. Damit diese essentiellen Begleiter sicher verstaut werden können. So entstand als Ausgangsformat die Christabelita „Mini“.

Neben dem allgemeinen Anspruch an Platz in der Tasche mag ich es, wenn alles seinen festen Platz hat und somit schnell zu finden ist. Gerade große Handys oder der Schlüssel sind in einer Vordertasche gut aufgehoben- sicher verschlossen mit einem Reißverschluss. Damit diese zum Hingucker wird, greift der Reißverschluss in seinem Verlauf die Rundung des Taschenkörpers auf. Auf der Rückseite und auch innen können klassische Reißverschlussfächer oder aufgesetzte Taschen zusätzlich für Ordnung sorgen.

Tasche mit Boden nähen – warum Boden und Blenden kein durchgehendes Schnittteil sind!

Auf den ersten Blick könnte man bei beiden Versionen der Christabelita meinen, es handle sich bei Blenden und Boden um ein durchgehendes Stück Kunstleder mit ausgesparten Ecken. Die Tasche mit Boden nähen hat jedoch einen gestalterischen und einen praktischen Vorteil. Du kannst den Boden für mehr Stabilität aus einem festen Material nähen, und die Blenden auch aus feinen Stoffen auf die Taschenseiten aufnähen, oder ganz weglassen – ganz so, wie es dir gefällt!


Handtasche, Umhängetasche, Kosmetiktasche, Microbag – ein Schnittmuster, viele Möglichkeiten!


Wenn du diesem Blog schon etwas länger folgst, weißt du, dass ich nie müde werde zu betonen, wie sehr ich große Taschen liebe. Am liebsten trage ich meinen halben Haushalt in der Handtasche herum. Ich musste jedoch mit der Zeit feststellen, dass mein Rücken mir diese Angewohnheit übel nimmt. Daher habe ich Christabelita nicht nur in der klassischen Handtaschengröße „Mini“ entworfen, sondern auch als Microbag. In dieser Größe kommen nur Portemonnaie, Handy, Schlüssel und eine Packung Taschentücher unter. Wenn du ein kleies Portemonnaie hast, kannst du auch eine kleine Wasserflasche zusätzlich verstauen. Entgegen meiner ersten Befürchtung, mich nicht umgewöhnen zu können, nutze ich meine Minibags inzwischen täglich!

Während ich schon einige kleine Kosmetiktaschen besitze, fehlte mir immer eine richtig große für Reisen. Die geblümte Christabelita habe ich daher als Kosmetiktasche ohne Griffe und Gurt gelassen. Meine beiden Microbags nutze ich mit Taschenketten als Umhängetaschen. Als besonderes Highlight kannst du außerdem besondere Taschengriffe oder Gurthalterungen anbringen. So wirkt deine Tasche wie eine handgemachte Designer-Bag!


Hilfe, Reißverschlüsse?


Reißverschlüsse einzunähen ist viel leichter, als du es dir vielleicht vorstellst! Um langsam mit dem Thema warm zu werden, habe ich dir aber zusätzlich eine Anleitung für eine Vordertasche mit Druckknopf oder Taschenverschluss in der Nähanleitung integriert. Nicht nur, dass es das Nähen erleichtert, wenn du noch nicht so erfahren mit dem Vernähen von reißverschlüssen bist, es bietet auch zusätzlichen Gestaltungsspielraum, denn du kannst sie mit einer Vielzahl von hübschen Verschlüssen umsetzen.


Schnittmuster Veröffentlichung

Heute ist es nun endlich so weit. Der Schnitt, der über Jahre gereift ist, im Frühjahr zu einer konkreten Idee, im Sommer zu einem Schnittmuster und im Herbst zu einer Nähanleitung wurde, ist heute online gegangen! Überraschend und ohne Teaser-Bilder und großes Vorspiel, denn er überrascht heute nicht nur dich, sondern auch alle, die den Adventskalender von Sewunity vorbestellt haben. Und nun, wo ich endlich die Katze aus dem Sack (oder der selbstgemachten Designertasche) lassen darf, habe ich natürlich auch einen Einfürhrungsrabatt für dich! Bis einschließlich Montag (7.12.2020) gibt es Christabelita zum Einführungspreis!

Lookbook – die Ergebnisse aus dem Probenähen


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