Warum Perlen Farbe verlieren – und welche wirklich haltbar sind

Warum Perlen Farbe verlieren – und welche wirklich haltbar sind

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Du hast tagelang an deinem Schmuckstück gewebt oder über Wochen einen Pulli mit dem süßen Perlen Beilaufgarn gestrickt. Und jetzt das Ärgernis: Du investierst so viel Zeit und Liebe in ein Projekt – und nach kurzer Zeit verlieren die Perlen ihren Glanz, färben ab oder wirken plötzlich stumpf. Der Grund liegt dabei nicht in der Verarbeitung oder deinem Umgang mit den Perlen, sondern in der Perle selbst. Genauer gesagt: in ihrer Oberfläche.

Perlen unterscheiden sich nicht nur in Farbe und Form, sondern vor allem in der Art wie sie ihre Farbe bekommen und in ihrer Beschichtung – dem sogenannten Finish. Dieses entscheidet darüber, wie empfindlich oder haltbar sie sind und ob sie Reibung, Hautkontakt oder sogar Waschen standhalten.

Gerade jetzt, wo Perlen nicht nur im Schmuck, sondern auch in Beilaufgarnen beim Stricken im Trend sind, lohnt es sich etwas genauer hinzuschauen, denn nicht jede Perle ist für jeden Einsatz gemacht!


Warum verlieren manche Perlen ihre Farbe oder ihren Glanz?


Die Perlen in deinem Schmuckstück oder Kleidungsstück sind verschiedensten Einflüssen ausgesetzt. Denk zum Beispiel an einen Ring: Er kommt auf seiner Innenseite konstant mit deiner Haut in Berührung- was bedeutet, dass er Säure und Fetten aus der natürlichen Schutzschicht deiner Haut ausgesetzt ist.

Du gehst gegen Mittag in die Küche und möchtest dir etwas zu Essen machen? Zuerst wäschst du dir die Hände, wodurch Wasser und Seife an deinen Ring gelangen. Beim Schneiden einiger Zutaten kommen vielleicht erneut Fette ins Spiel. Der Griff des Messers und der Ring am benachbarten Finger reiben an den Perlen und nachdem du etwas schärfer gewürzt hattest, kommst du etwas ins Schwitzen.

Schweiß, Reibung, Wasser, Seife, Parfum und Fette: all das sind Beanspruchungen, denen die Perlen bei Schmuck im Hautkontakt oder einem Kleidungsstück ausgesetzt sind. Je nach Schmuckstück oder Kleidungsstück in unterschiedlicher Intensität, aber dennoch regelmäßig. Und nicht jede Perle ist für eine so intensive Beanspruchung ausgerüstet. Daher solltest du die Perlen nicht nur nach Optik sondern auch passend zum Zweck auswählen.


Das steckt dahinter: Finish und Färbung von Perlen einfach erklärt

Perlen bekommen ihr Aussehen – neben der Form – vorallem durch ihre Farbe und ihr Finish. Zu ihrer Farbe kommen sie auf zwei Wegen: sie können durchgefärbt werden, was bedeutet, dass die Farbe dem Glas beigemischt wird und somit überall in der Perle gleichmäßig vorkommt, oder sie werden später mit einer Farbschicht überzogen, die nur die Oberfläche bedeckt.

Das Finish bezeichnet die Beschichtung oder Behandlung der Oberfläche, die im Anschluss an das Färben vorgenommen wird. Die matten Perlen, die du hier im Bild siehst, haben beispielsweise keine zusätzliche Beschichtung, sondern eine leicht angeraute Oberfläche. Dadurch reflektieren sie weniger Licht als Perlen mit einer glatten Oberfläche und wirken matt. Durch das Beimischen verschiedener Zusätze in einer transparenten Beschichtung, können unterschiedliche Varianten von Glanz oder Schimmer erzielt werden, oder es werden Beschichtungen aufgetragen, die besonders haltbar gegenüber Abrieb und den Belastungen durch den Hautkontakt sind.





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Woran du hochwertige Perlen erkennst (bevor du sie verarbeitest) – Welche Perlen sind besonders haltbar und welche empfindlich?


Perlen verlieren Farbe unterschiedlich stark, weshalb es immer lohnt sie einem Test zu unterziehen bevor du viel Arbeit investierst. Wie empfindlich oder unempfindlich Perlen sind, kann man ausprobieren – zum Beispiel indem du einen Test- Ring aus Perlen aufziehst und eine Weile trägst um die Veränderung zu beobachten. Beim Stricken kannst du eine Maschenprobe anfertigen, die du mehrfach wäschst und einige Tage im Hautkontakt mit dir herum trägst. Du kannst die Haltbarkeit aber auch anhand der Bezeichnung der Perlen einschätzen.


Dyed vs. Opak und Transparent

Mit dem Zusatz Dyed oder Painted werden Perlen bezeichnet, die mit einer Farbschicht überzogen sind. Sie haben eine geringe Widerstandsfähigkeit gegenüber Abrieb und können durch Sonnenlicht verblassen.

Opake und transparente Perlen, egal ob matt oder glänzend, sind durchgefärbt und sehr robust. Die erste Wahl für langlebige Ergebnisse!

Color-lined und silver-lined

Als Color- oder Silver-lined werden transparente Perlen (matt oder glänzend) bezeichnet, bei denen im Loch der Perle ein Farbeinzug (color-lined) oder ein silberfarbener Metalleinzug (silver-lined) aufgebracht ist. Durch die umgebende Perle ist die Farb- oder Metallschicht gut geschützt und hält länger als wenn sie außen aufgetragen wird. Reibung auf dem Faden, häufiger Kontakt mit Wasser und Sonnenlicht können sie langfristig aber dennoch beschädigen.


Galvanisiert oder metallic

Eine metallische Beschichtung kann durch unterschiedliche Verfahren aufgetragen werden. galvanisieren ist hierbei die haltbarste Variante, besonders wenn zusätzlich Duracoat oder Permanent Finish (eine Art Schutzlack) aufgetragen wurde. Einfach metallisierte Perlen (matt wie glänzend) sind sehr empfindlich und können schon beim Verarbeiten unter dem Hautkontakt leiden.

AB, Rainbow, Ceylon, Luster & Pearl

AB (Aurora Borealis) oder Rainbow bezeichnen Perlen, die mit einer dünnen, aufgedampften Metallschicht überzogen sind und in verschiedenen Farben schimmern. Ceylon, Luster und Pearl sind Beschichtungen die durch metallische Partikel einen perlmuttartigen Schimmer haben, der in seiner Intensität und Farbe je nach Art der Beschichtung variiert. Die perlen können mit der Zeit diese Eigenschaften verlieren, da aber meist durchgefärbte Perlen die Grundlage sind, fällt der Glanzverlust weniger auf.



Unterschiede in der Praxis: Schmuck vs. Stricken mit Beilaufgarn

Es gibt einige Unterschiede zwischen gestrickten Stücken, bei denen die Perlen im Beilaufgarn verarbeitet werden, und Schmuckstücken, die komplett aus Perlen gefertigt sind.

Die Perlen des Beilaufgarns werden beim Stricken möglichst zur Außenseite des Kleidungsstücks oder Accessoires gedreht. So sind sie sichtbar, kratzen nicht und haben weniger Hautkontakt. Damit das gut funktioniert sollten sie locker im Beilauffaden liegen und sich etwas verschieben lassen. Accessoires wie Tücher, Mützen oder Stirnbänder haben, da sie nicht so lang am Stück getragen werden, weniger Hautkontakt als Kleidungsstücke und müssen auch nicht so oft gewaschen werden. Daher sind sie die perfekten Projekte um Perlen Beilaufgarne zu verwenden.

Schmuckstücke haben fast immer Hautkontakt – auch wenn es gerade ein Trend ist Armreifen oder Armbänder über dem Blusenärmel zu tragen, das ist wirklich die Ausnahme! Das bedeutet, dass Perlen Farbe verlieren können, wenn sie minderwertig oder nicht für den Zweck geeignet sind, einfach weil du deinen Schmuck getragen hast. Daher wähle hier als Basis möglichst durchgefärbte Perlen, silverlined oder galvanisierte und nutze die empfindlicheren Varianten lieber als Akzente und Highlights. Außerdem ist auch hier die Pflege entscheidend: wenig Kontakt zu Wasser, trocken und lichtgeschützt aufbewahren und zum Reinigen mit einem weichen, trockenen Tuch vorsichtig abreiben.




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bunte Perlen -Mix

Materialempfehlungen DIY-Schmuck

Es gibt eine riesige Menge von Materialien für die verschiedenen Techniken der Schmuckherstellung. Ein paar Dinge, die du fast immer benötigst, möchte ich dir gern empfehlen.

Für Schmuck mit Makramee-Elementen, Handyketten und Ketten für Charms kannst du Nylonschnur als Basis nutzen- sie ist flexibel und in vielen Farben erhältlich.

Zum Perlenweben habe ich dir hier eine Liste mit Empfehlungen angelegt. Tipps findest du auch in meinem Blogbeitrag „Perlenweben“ mit Informationen zu Sticharten und Materialien und den Anleitungen zum Perlenweben

Außergewöhnliche Perlen und viel Zubehör findest du bei Idee oder Amazon.



Fazit: Die richtige Perle für dein Projekt wählen

Es scheint etwas unübersichtlich, und vielleicht macht es auch etwas Angst, eine Entscheidung für Perlen zu treffen. Im Vordergrund sollte am Ende immer der Spaß beim Machen stehen, daher erlaube dir Fehler, mach kleine Testprojekte, die dich entspannen und auch dann Spaß machen, wenn sie dich nur ein paar Jahre statt Jahrzehnten begleiten. Ein Schmuckstück, dem man ansieht, dass es viel getragen und geliebt wurde, ist immer ein Schmuckstück, für das sich deine Zeit und der Aufwand gelohnt haben.

Wenn du viele Metallic oder Dyed Perlen besitzt und dich jetzt fragst, was du damit machen kannst, oder du befürchtest, dass dein Beilaufgarn genau solche Perlen beinhaltet, dann setze sie bei Projekten ein, die wenig oder keinen Hautkontakt haben: Broschen oder Ummantellungen für kleine Dosen können aus solchen perlen gewebt werden- transparente Dyed-Perlen sehen auch toll aus, wenn du ein Windlicht umwebst. Und beim Beilaufgarn kannst du dich auf Mützen, Schals und Tücher konzentrieren!

Welche Perlen sind am haltbarsten?


  • galvanisierte Perlen
  • durchgefärbte Glasperlen
  • hochwertige Marken wie Miyuki, Toho oder Itoshi

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2 Kommentare

  1. Jutta
    /

    Wow. Sehr informativ!
    Danke für die Tipps!

  2. Désirée
    /

    Finde die Erklärungen mega spannend. Habe zwar noch nicht das Problem gehabt, dass die Farbe plötzlich weg war, aber jetzt weiß ich worauf ich zukünftig besonders achten muss. Bin da bisher einfach nach der Optik gegangen.
    Dann hoffe ich für Dich mal auf ganz viele „Carry-Momente“ bis heute Abend. 🙂

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